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Mit 20 Zoll zur E-Bike WM: Roberts verrückter i:SY Extremtest

E-Bike WM mit einem Kompaktrad? Kann man machen. Muss man sich nur trauen.

Ein Portrait von Lisa Augustin im Fahrradtrikot - Fahrradbloggerin, Radfahrerin und Genussbikerin.

Lisa Augustin

Genussbikerin

Zuletzt geändert:11.09.26

Robert Peschke auf einem i:SY Kompaktrad bei der E-Bike WM in Ischgl.

Andere bringen ein E-Mountainbike mit ordentlich Federweg und 29-Zoll-Laufrädern nach Ischgl. Also quasi ein fahrendes Sofa. Unser CEO Robert Peschke? Kommt mit dem i:SY.

30,3 Kilometer. 700 Höhenmeter. Schotter. Trails. Anlieger. Schnelle Abfahrten. Und mittendrin ein kompaktes E-Bike mit 20-Zoll-Laufrädern und Riemenantrieb.

Genau das hat Robert gemacht. Für unsere Fahrradfreunde von i:SY ging er bei der E-Bike WM in Ischgl in der Kategorie „Jedermann Advanced“ an den Start. Und in dieser Kategorie wird nicht nur ein bisschen zum Spaß geradelt: Robert beschreibt das Feld als ziemlich kompetitiv, mit ausgesprochen ambitionierten Fahrern.

Die i:SY Riders am Start bei der E-Bike WM in Ischgl.

Seine Strategie für den Wettkampf?

Bergauf kontrolliert, bergab radikal.

Und dank Robert wissen wir jetzt auch, was ein Kompaktrad alles kann. Zumindest dann, wenn der Fahrer mithalten kann.

E-Bike WM auf dem i:SY – gute Idee?

Kommt darauf an, wen du fragst.

Mich wollte Robert auch schon dazu überreden. Aber ehrlich gesagt hab ich noch etwas Schiss. Denn ich bin nicht die beste Fahrerin im Gelände. Auf blauen Murmelbahnen im Bikepark mit meinem Fully fühle ich mich wohl. Aber mit dem Kompaktrad im Wettkampf Trails ballern? Davor hab ich Respekt!

Robert hatte offensichtlich Bock drauf. Aber er ist auch ein ehemaliger Bahnradfahrer. Sagen wir mal so: Sein Verhältnis zu Geschwindigkeit und Risiko ist ein anderes als meins.

Zurück zur WM: Schon bergauf wurde ziemlich deutlich, wie ungleich die Voraussetzungen waren. Rund 700 Höhenmeter und viel grober Schotter warteten auf die Fahrer. Während ein Großteil des Feldes auf leistungsstarken E-Mountainbikes unterwegs war, trat Robert mit seinem kompakten i:SY an.

Landschaft von Ischgl - im Vordergrund ein Trail, im Hintergrund Berge.

"Mit dem i:SY hast du gar keine Chance, irgendwie vorne mitzufahren. Das kannst du völlig vergessen."

Robert Peschke, CEO Little John Bikes

Aber darum ging es bei diesem Start auch gar nicht. Viel interessanter war die Frage: Was passiert, wenn man ein i:SY komplett aus seiner Komfortzone holt?

Die Antwort gab es spätestens auf der Abfahrt.

Bergauf ziehen lassen. Bergab Plätze einsammeln.

Robert kannte die Strecke bereits vom Vortag und hatte sich seine Kräfte entsprechend eingeteilt. Am Berg wollte er sich nicht abschießen und ließ andere Fahrer bewusst ziehen.

"Hoch kontrolliert und runter radikal."

Robert Peschke, CEO Little John Bikes

Sobald es technisch wurde, zählten Motorleistung und Material plötzlich weniger. Und die Fahrtechnik dafür umso mehr. Allein auf den Trail-Passagen überholte Robert nach eigener Schätzung rund 50 Fahrer. Bergab machte er insgesamt sogar mehr als 100 Positionen gut.

Mit einem i:SY. Bei der E-Bike WM. Nicht schlecht für 20 Zoll. Oder? ;-)

Robert Peschke auf einem i:SY Kompaktrad bei der E-Bike WM in Ischgl.

Mit 20” auf Trails unterwegs

Einfach war die Abfahrt trotzdem nicht. Denn kleine Laufräder reagieren auf Steine, Löcher und Kanten völlig anders als die großen Räder eines Mountainbikes.

“Da überrollst du nix. Da spürst du jedes Loch.”

Robert Peschke, CEO Little John Bikes

Robert musste deshalb sehr aktiv fahren. Wo ein 29er vergleichsweise entspannt über ein Hindernis rollt, braucht es mit dem i:SY mehr Technik, Druck und vorallem auch Mut.

Dazu kommt das direkte Handling. Roberts i:SY war für den Einsatz entsprechend vorbereitet und unter anderem mit einem breiteren Lenker ausgestattet. Schon kleine Lenkbewegungen wirken sich bei dem kompakten Rad deutlich aus.

Auch beim Bremsen war Fingerspitzengefühl gefragt. In einer schnellen Abfahrt wurde es vor einer 90-Grad-Kurve sogar einmal ziemlich knapp.

Aber Robert musste Risiko eingehen, wenn er bergab Plätze gutmachen wollte. Hat er aber gut geschafft, weil er ein guter Biker ist.

Das beste Material ersetzt eben keine Fahrtechnik.

Schneller, schneller!

Nach den technischen Passagen kamen Robert die schnelleren Abschnitte mit leichtem Gefälle deutlich mehr entgegen.

Beschleunigen, treten, rollen lassen.

Rund 40 km/h waren dort laut Robert drin. Während andere ihn bergauf überholt hatten, sammelte er auf der zweiten Streckenhälfte Fahrer um Fahrer wieder ein.

Und irgendwann hatte Robert noch einen ganz anderen Titel sicher:

Sieger der Herzen.

Denn zwischen all den wettkampforientierten E-Mountainbikes fällt ein stabiler Fahrer auf einem kompakten 20-Zoll-E-Bike nun mal auf. Es wurde viel darauf reagiert. Positiv natürlich.

Robert auf dem i:SY Kompaktrad posiert am Ziel.Robert auf dem i:SY Kompaktrad posiert am Ziel.
Robert fährt mit seinem Kompaktrad durchs Ziel.Robert fährt mit seinem Kompaktrad durchs Ziel.

Nach über 30 Jahren Wettkampfpause direkt zur WM

Als wäre die Wahl des Fahrrads nicht schon genug Geschichte, gibt es da noch ein kleines Detail.

Roberts letzter Radwettkampf? War 1997.

Mehr als drei Jahrzehnte später folgt also das Comeback. Natürlich nicht bei irgendeinem kleinen Rennen.

Sondern direkt bei einer E-Bike WM. Auf einem i:SY.

Ja, das ist Robert. Er macht halt, wenns möglich ist.

Little Reminder

Ein i:SY ist kein Mountainbike. Auch wenn Robert mit MTB-Lenker, Bereifung und Bremsen gefahren ist. Und niemand muss mit einem Kompaktrad eine E-Bike WM fahren, um zu beweisen, dass es ein ziemlich gutes E-Bike ist.

Robert hat es trotzdem gemacht. Und drum wissen wir jetzt auch: Das Kompaktrad ist viel robuster, als es scheint. 

Du willst auch mal spüren, wie sich ein Kompaktrad anfühlt? Dann komm in eine unserer Filialen und mach ne Probefahrt.

Mehr über die Autorin

Ein Portrait von Lisa Augustin im Fahrradtrikot - Fahrradbloggerin, Radfahrerin und Genussbikerin.

Lisa Augustin

Genussbikerin

Ich bin Lisa Augustin aus dem Schwabenländle, 32 Jahre jung, und ohne Kaffee läuft hier gar nichts. Früher Softwareentwicklerin, heute SEO-Expertin mit eigenem Fahrradblog (LisasBunteWelt). Ich fahre alles mit Pedalen – ob Rennrad, Gravelbike, Hardtail, Fully oder Indoor auf der smarten Rolle – einfach, weil es mir Spaß macht und ich beim Radfahren so viel von der Welt sehe. Bikepackingtrips und Fahrradurlaube gehören für mich genauso dazu wie kleine Feierabendrunden und Fahrten zur Eisdiele.


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